Bei dem Brand am Büschberg bei Arft ist ein großer Teil der Wacholderheide auf der Nordhälfte der Stiftungsfläche zerstört worden. (Copyright: Jörg Hilgers)
Vollständige Erholung der Natur wird lange dauern
Der schwere Wald- und Vegetationsbrand am vergangenen Freitag bei Langscheid an der Hohen Acht hat auch eine Fläche getroffen, die von der Stiftung für Natur und Umwelt im Landkreis Mayen-Koblenz betreut wird: Alleine am Büschberg bei Arft standen etwa 2,5 Hektar der Wacholderheide in Flammen. Das Feuer wütete vor allem im nördlichen Bereich, wo ein Großteil der Heidevegetation, insbesondere Zwergsträucher, Wacholderbestände und offenes Grasland, vernichtet wurden.
Besonders dramatisch ist der Verlust der sehr alten Wacholderbüsche, was bei einer ersten Begehung des Areals deutlich wurde. „Es macht uns sehr betroffen und traurig, anstelle einer blühenden Heide hier nun eine verkohlte Landschaft vorzufinden. Gerade in die Entwicklung der Wacholderheide am Büschberg wurde viel Geld und Arbeit investiert“, erklärt Pascal Badziong, Erster Kreisbeigeordneter und Vorstandsvorsitzender der Stiftung.
Auch die Tierwelt ist von dem verheerenden Flächenbrand betroffen, viele Kleinsäuger und Insekten sind ums Leben gekommen. Allerdings gibt es auch Glück im Unglück: Auf der südlichen Seite des Büschbergs, wo eine größere Teilfläche vom Feuer verschont wurde, dürften viele Arten überlebt haben. Dazu zählen laut Maximilan Preuß, Geschäftsstellenleiter der Stiftung, gefährdete Vogelarten wie Baumpieper und Heidelerche. Auch der Warzenbeißer, eine Heuschreckenart der Roten Liste und Insekt des Jahres 2026, sei wahrscheinlich nicht nachhaltig zu Schaden gekommen. „Das größte Vorkommen des Warzenbeißers und auch das der meisten anderen Heideschrecken befindet sich in dem Teil, der von dem Brand nicht unmittelbar betroffen ist“, so Preuß erleichtert.
Bei aller Tragik blickt Biologe Jörg Hilgers vorsichtig optimistisch in die Zukunft: „Charakteristische Arten wie das Heidekraut werden sich am Büschberg schon bald wieder etablieren, Insekten und Vögel werden die Lebensräume neu besiedeln.“ Deutlich länger werde es dagegen dauern, bis sich auf der Fläche die ersten neuen Wacholderbüsche zeigen.












