Büffel, Kröte, Libellchen und Aurora melden ab sofort ihre Bewegungsdaten per GPS. (Foto: Martina Kohls)
Eifler Störche erstmals per GPS auf ihrer Reise verfolgbar
Die Flugrouten der vier Jungstörche aus den Thürer Wiesen können ab sofort öffentlich mitverfolgt werden. Mit der frei verfügbaren App „Animal Tracker“ lassen sich die Positionen der Tiere bis auf wenige Meter genau bestimmen und auch während ihres Winterzuges nach bis Afrika verfolgen.
Um dies zu ermöglichen, wurden die Eifler Weißstörche in diesem Jahr erstmals zusätzlich zu den herkömmlichen Carbonringen mit Herkunftsnummer mit ultraleichten GPS-Sendern ausgestattet. Diese melden die Bewegungsdaten über das Sigfox-Funknetz. Das System wurde vom Max-Planck-Institut für Verhaltensbiologie in Konstanz entwickelt und nach einer längeren Testphase nun in Kooperation mit der Vogelwarte Radolfzell bei einem Großteil der durchgeführten Storchen-Beringungen angewendet. Die Forscher erhoffen sich von den Daten weitere Erkenntnisse, unter anderem zu Flugrouten, Überlebenschancen und Fressverhalten der Weißstörche.
Störche per App begleiten und Beobachtungen teilen
Der Storchen-Nachwuchs aus den Thürer Wiesen lässt sich in der App über den Namen und die Ringnummer ermitteln:
Büffel 12360
Kröte 12358
Libellchen 12359
Aurora 12361
Aktuell senden zwei der Jungstörche GPS-Daten, die über Animal Tracker abrufbar sind: Büffel und Kröte. Die anderen Tiere werden zeitnah folgen, sobald ihre GPS-Sender zuverlässig Daten übermitteln.
„Die auffälligen Namen hat unser diesjähriger Weißstorch-Nachwuchs typischen Tierarten aus den Thürer Wiesen zu verdanken: Büffel, Kröte, Libellchen und Aurora. Damit möchten wir unterstreichen, dass sich der Weißstorch vor allem aufgrund der idealen Bedingungen in dem artenreichen Feuchtbiotop als Brutvogel angesiedelt hat“, erklärt Tanja Stromberg, Stellvertretende Vorstandsvorsitzende der Stiftung für Natur und Umwelt im Landkreis MYK.
Storchenbeobachter haben nicht nur die Möglichkeit, die Bewegungen der Störche in der App nachzuverfolgen, sie können auch eigene Informationen zum Verhalten der Tiere hinzufügen, wenn sie diese anhand der Ringnummer in der Natur identifizieren. Mit der Animal-Tracker-App können eigene Beobachtungen gespeichert und Fotos hochgeladen werden.
Das Storchen-Projekt wird seit 2020 von der Sparkasse Koblenz gefördert.











