Auf einer Gesamtfläche von rund 12 Hektar finden in den Apollo-Lebensräumen Pflegeeinsätze statt, um das wichtige Offenhalten der Habitate zu gewährleisten. (Copyright Planungsbüro Hilgers)
Bessere Lebensbedingungen dank Biotoppflege
Apollofalter und weitere seltene Arten profitieren von offenen Strukturen
Seit im Jahr 2021 das erste von der Aktion Grün finanzierte Rettungsprojekt für den Mosel-Apollo startete, werden im Unteren Moseltal umfangreiche Freistellungsarbeiten durchgeführt. Ihr Ziel ist es, die Apollofalter-Lebensräume zu erhalten, zu entwickeln und wiederherzustellen. Das Projektteam kümmert sich dabei um eine zunehmend größer werdende Flächenkulisse, die sich im Wesentlichen aus aufgegebenen Weinbergen, Halbtrockenrasen und Felsfluren zusammensetzt. Im Landkreis Cochem-Zell fanden zuletzt auf rund fünf Hektar, im Landkreis Mayen-Koblenz auf über sieben Hektar entsprechende Vegetationsrückschnitte statt.
Neben dem Offenhalten bereits freigestellter Flächen sind auch weiterhin Erstentbuschungen zugewachsener Brachen notwendig, um die Lebensbedingungen für den Schmetterling zu verbessern. „Es ist wichtig, großflächige und zusammenhängende Offenlandkomplexe zu schaffen und langfristig zu erhalten, damit der Mosel-Apollofalter und zahlreiche weitere seltene Arten des Moseltals eine Zukunft haben“, erklärt der Biologe Jörg Hilgers. Flankierende Maßnahmen durch die Biotopbetreuung der Landkreise Cochem-Zell und Mayen-Koblenz sowie durch die Öko-Stiftung Rhein-Mosel tragen dazu bei, dieses Ziel zu erreichen.
Auf den Flächen, die seit mehreren Jahren offen gehalten werden, stellt sich zunehmend die gewünschte krautige Vegetation ein. Infolge der geringeren Beschattung nach dem Entfernen der Gehölze konnte sich zuletzt die Weiße Fetthenne als wichtigste Raupennahrungspflanze des Mosel-Apollofalters ausbreiten. Von der offenen Vegetation profitieren auch weitere Arten wie zum Beispiel die stark gefährdete Westliche Smaragdeidechse











