Bei der Suche nach den stecknadelkopfgroßen Eiern des Apollofalters sind Geduld und gute Augen gefragt. Frederike Kroll und das Projektteam vom Planungsbüro Hilgers wurden an den Felshängen des Nothbachtals mehrfach fündig. (Copyright: Planungsbüro Hilgers)
Zuchtraupen entwickeln sich vielversprechend
Positive Ergebnisse beim Wiederansiedelungsversuch im Ersatzlebensraum
Die Situation der autochthonen (= natürlichen) Bestände des Mosel-Apollofalters war im Jahr 2025 ähnlich schlecht wie im Jahr zuvor: Im Rahmen des ehrenamtlichen Monitorings konnten im Landkreis Cochem-Zell wieder nur Einzeltiere beobachtet werden. Etwas vielversprechender zeigte sich die Lage im Landkreis Mayen-Koblenz: Dort scheinen sich die Individuenzahlen zuletzt auch dank der seit 2021 laufenden Biotoppflegemaßnahmen im zweistelligen Bereich stabilisiert zu haben.
Eine erfreulich positive Entwicklung gibt es im Nothbachtal, einem Seitental der Mosel, wo die Ansiedlung des Mosel-Apollofalters in einem wiederhergerichteten Lebensraum erfolgt. Mehrfach wurden hier in den vergangenen Jahren Raupen aus der von Schmetterlingsexpertinnen und ‑experten betriebenen Erhaltungszucht ausgesetzt. Es gelangen danach vereinzelt Reproduktionsnachweise, so wurden ein Ei und eine Raupe entdeckt – ein sehr vielversprechendes erstes Ergebnis.
Im Frühjahr 2025 brachte das Team erneut Raupen aus der Erhaltungszucht aus. Dies führte zu einem bis dato noch nicht dagewesenen Erfolg: Von Ende Mai bis Ende Juni konnten regelmäßig Apollofalter auf den Projektflächen im Nothbachtal beobachtet werden, und zwar im Maximum mehr als zehn Exemplare gleichzeitig. Darüber hinaus wurden mehrfach Paarungen und Eiablagen dokumentiert. Dies nahm das Projektteam zum Anlass für eine Suchaktion im Winter. Die weißen, etwa stecknadelkopfgroßen Eier befinden sich oft an der Unterseite von Felsvorsprüngen. Insgesamt 17 Eier konnten an einem Tag gefunden werden – sehr zur Freude der beteiligten Fachleute. „Dieses Ergebnis zeigt, dass wir mit der Ansiedlung auf einem guten Weg sind und uns an diesem Ort der Aufbau einer sich selbst erhaltenden Population gelingen kann“, erklärt der Biologe und Schmetterlingsexperte Daniel Müller zuversichtlich.











